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13.07.2010 „Wiener Erklärung“ prangert falsche Strategien in der Drogenpolitik an

Anlässlich der 18. Weltaidskonferenz rufen die Internationale Aids-Gesellschaft (IAS), das Zentrum für Exzellenzforschung über HIV/Aids der kanadischen Provinz British Columbia und das Internationale Zentrum für Wissenschaft in der Drogenpolitik zu einer Drogenpolitik auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse auf.

Die aktuellen Strategien „heizen die Aidsepidemie noch weiter an und bedeuten Gewalt, steigende Kriminalitätsraten und die Destabilisierung ganzer Staaten“, ohne das ein Beweis zur Wirksamkeit erbracht wird, so Prof. Dr. med. Julio Montaner, Präsident der IAS.

Der wichtigste Ansatz sei es, Sucht nicht als Verbrechen, sondern als Krankheit zu akzeptieren. Gesetzliche Hürden gegenüber Nadeltausch oder Opiatsubstitutionstherapie begünstigen neue HIV- und Hepatitis-Infektionen.

Françoise Barre-Sinoussi, eine der beiden Entdecker des HI-Virus, gehörte zu den ersten Unterzeichnern der „Wiener Erklärung“.


Quelle: Ärzteblatt


cvc


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