13.07.2010 Erbmolekül als natürliche Suchtbremse
Wissenschaftler vom "The Scripps Research Institute" in Florida fanden heraus, dass Teile des Erbgut-Moleküls RNA das Verlangen nach Kokain bremst.
In einem Experiment machten die Forscher Ratten zunächst abhängig von Kokain. In Untersuchungen der Tiere wurde ein erhöhter Gehalt der sogenannten microRNA-212 nachgewiesen. Diese Mikro-RNAs sind Abschnitte des Erbgut-Moleküls RNA, die die Aktivität von Genen steuern. Blockierten die Wissenschaftler die Produktion von dem microRNA-212 stieg das Kokainverlangen der Ratten. Wurde die Produktion gefördert, senkte sich das Verlangen. Demzufolge schützt das Molekül vor zwanghaften Suchtverhalten, so die Forscher. Diese Erkenntnisse könnten einen neuen Ansatzpunkt für die Entwicklung von Anti-Suchtmitteln geben.
Quelle: n-tv
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