13.07.2010 Tankstellenverbände verlängern „Aktionsplan Jugendschutz“ bis Ende 2011
Die Tankstellenverbände wollen ihre Selbstverpflichtung im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen verlängern.
In dem „Aktionsplan Jugendschutz“ verpflichteten sich die Verbände an den 15 000 Tankstellen in Deutschland das Jugendschutzgesetz konsequent umzusetzen. Dazu gehören die Schulung der Mitarbeiter, verstärkte Ausweiskontrollen und Warnhinweise in den Kassensystemen. Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans bewertete den Aktionsplan als einen großen Erfolg und befürwortete dessen Verlängerung. Bis 2011 sollen 50 000 Tankstellenmitarbeiter geschult sein, 40 Prozent der Kassensysteme umgerüstet werden und an 80 Prozent der Tankstellen Schilder angebracht werden, die zu Ausweiskontrollen auffordern. Die tatsächlichen Auswirkungen auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen lassen sich derzeit noch nicht feststellen. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), fordert zur Kontrolle der Tankstellen Testkäufe. Laut Gaßmann kann nur von Erfolg oder Misserfolg gesprochen werden, wenn „die Tankstellen sich Ziele setzen würden, wie beispielsweise, dass es bei Testkäufen nur zehn Prozent Verstöße geben soll“.
Quelle: Ärzteblatt
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