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06.11.2008 EU-Drogenbeobachtungsstelle legt Jahresbericht 2008 vor

Der neue europäischer Drogenbericht warnt vor allem vor "Legal Highs" und dem zunehmenden Online- Handel mit Drogen.

Nach dem aktuellen europäischen Drogenbericht der EU-Drogenbeobachtungsstelle sind in Europa besonders Stimulanzien wie Amphetamine, Ecstasy und Kokain nach Cannabis die beliebtesten Drogen.
 
        Kokain:  - etwa zwölf Millionen Europäer (15 bis 64 Jahre) haben
                        mindestens einmal in ihrem Leben Kokain konsumiert
                      - 2006 haben etwa 3,5 Millionen junge Europäer (15 bis 34
                        Jahre) konsumiert.

         Amphetamin:  - etwa elf Millionen haben jemals Amphetamine und 9,5
                                  Millionen Ecstasy benutzt
                                - 2006 haben etwa zwei Millionen junge Europäer (15
                                  bis 34 Jahre) Amphetamine und etwa 2,5 Millionen
                                  haben Ecstasy probiert. 
                                - Insgesamt stabile bis fallende Tendenz
 
         Cannabis: - fast ein Viertel aller Europäer, d. h. etwa 71 Millionen (15
                            bis 64 Jahre) haben in ihrem Leben schon Cannabis
                            probiert,
                          - etwa sieben Prozent (23 Millionen) haben es 2007
                            konsumiert.

Was der Drogenbericht jedoch neben dem Konsumzahlen der Drogen darüber hinaus betont ist der zunehmende Online-Handel. Dieser repräsentiert den Veränderungsprozess auf dem Drogenmarkt. Online werden gegenwärtig Hunderte verschiedene Substanzen, sogennnate "Legal Highs" (vorallem unterschiedlichste Kräuter und Zubereitungen) angeboten und verkauft.
 
Zu den am häufigsten als "Legal Highs" verkauften Substanzen gehören:
            - Salvia divinorum,
            - Kratom (Mitragyna speciosa),
            - Hawaiianische Holzrose (Argyreia nervosa),
            - halluzinogene Pilze und
            - eine Reihe von "Partypillen"mit dem Wirkstoff Benzylpiperazin
             (BZP), die als Alternativen zu Ecstasy (MDMA)
              angeboten werden.

Vermehrt kommen auch dubiose "Legal Highs" - unterschiedlichste Kräuter und Zubereitungen - auf den Markt, die von der deutschen Gesetzgebung (noch) nicht reguliert sind. Doch viele der als "Legal Highs" angebotenen Produkte, fallen mit ihren Inhaltsstoffen in anderen Ländern (z.B. den Niderlanden) unter dieselben Rechtsvorschriften wie kontrollierte Drogen und deren Konsum bzw. Besitz wird gegebenenfalls unter Strafandrohungen verfolgt.
 
Darüber hinaus können sowohl diese neuen Kräutermischungen als auch die Pillen vorallem aufgrund ihrer inhaltlichen Vielfalt von Substanzen und den unterschiedlichen angebotenen Mischungen (Zusammensetzung aus einem breitem Spektrum von Pflanzenmaterial, semi-synthetischen und synthetischen Substanzen) für den Konsumeneten schädlich werden, da ihre Wirkung und der Wirkunsggrad nicht mehr abgeschätzt werden kann.
 
 

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