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Substanz
Crystal enthält den Wirkstoff Methamphetamin. Methamphetamin ist etwa fünfmal so wirkungsintensiv wie Amphetamin. Im Gegensatz zu Speed hat es meist einen höheren Wirkstoffgehalt (ca.90-100%). Es wird als weißes aber auch gefärbtes (z.B. blaues), kristallines Pulver mit einer salzähnlichen Struktur verkauft.
Das Methamphetamin-Pulver wird meist unter dem Namen "Meth" angeboten, die kristalline Form ist unter den Namen "Ice", "Crank" oder "Crystal" bekannt.
VORSICHT: Crystal ist nicht nur die übliche Bezeichnung für Methamphetamin, sondern auch in unterschiedlichen Regionen die Bezeichnung für PCP ("Angel Dust"), dessen Wirkung völlig anders ist.
 
Konsumform
Am häufigsten wird Crystal gesnieft. Es wird aber auch geschluckt und in seltenen Fällen gespritzt. Seltener wird Methamphetamin in rekristallisierter Form geraucht.
 
Wirkung
Wirkungseintritt ist beim Schlucken nach ca. 30-40 min und beim Sniefen nach ca. 5-15 min. Der Rausch kann bis zu 30 Stunden anhalten. Dauer und Stärke des Rausches sind weder vorhersehbar, noch zu kontrollieren, da die Zusammensetzung der Droge unbekannt ist.
Die Wirkung entspricht im Großen und Ganzen der von Speed: Beschleunigung von Puls und Atmung, Verdrängung von Hunger und Durst, Schlaflosigkeit, erhöhter Blutdruck, gesteigertes Selbstbewusstsein sowie ständiger Bewegungsdrang. Lust und Erotik werden dabei oft als überdurchschnittlich prägend empfunden.
Nebenwirkungen können Halluzinationen, Schlafstörungen, Nervosität, Zittern, Herzrhythmusstörungen, Depressionen, Paranoia, Persönlichkeitsveränderungen und auch Gewichtsverlust sein. Durch den hohen Wirkstoffgehalt kann es schnell zu Überdosierungen kommen. Das Aggressionspotential ist bei Crystalkonsumenten in der Regel höher als bei Speedkonsumenten.
Der regelmäßige Konsum von Crystal kann zu starker psychischer Abhängigkeit, spröden Knochen, Zahnerkrankungen und -ausfall, Magen-, Leber- und Nierenschädigungen, Schlaganfällen und auch zu behandlungsbedürftigen Psychosen führen.
 
Safer Use
Um das Risiko des Crystalkonsums zu reduzieren, solltest du unbedingt einiges beachten:
Menschen mit Bluthochdruck, Epilepsie, Krampfleiden, Schilddrüsenüberfunktionen, Herzerkrankungen oder psychischen Problemen sollten unbedingt auf den Konsum verzichten.
Achte auf dein "Set"! Set ist dein innerer Zustand, d.h. ob du dich gut/ schlecht fühlst, ob du gesund bist/ Schmerzen hast, ob du müde/ wach bist, ob du gestresst/ ausgeruht bis. Dein Set beeinflusst die Drogenwirkung dementsprechend im positiven oder negativen Sinn.
Du solltest nach der Einnahme von Crystal auf keinen Fall aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
Auf Mischkonsum mit anderen Drogen, auch Zigaretten, Alkohol und Medikamente, solltest du in jedem Fall verzichten, da unberechenbare Wechselwirkungen auftreten können.
Verzichte auf das gemeinsame Nutzen von Spritzbestecken beim intravenösen Konsum, da Infektionsgefahr mit HIV oder Hepatitis besteht.
Beim Gebrauch von (Meth)Amphetaminen und Amphetaminderivaten musst du auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Aufnahme von Vitaminen achten. Dies kann unter Umständen Risiken herabsetzen.
Trinke Mineralwasser oder Säfte, da koffeinhaltige Getränke dem Körper zusätzlich Wasser entziehen. Vitamin C (Frischobst), Tanzpausen und Frischluft verringern weiterhin das Risiko gesundheitlicher Schäden.
Vermeide es, beim Tanzen eine Kopfbedeckung zu tragen, da dies zum Wärmestau und im Extremfall zum Hitzeschlag führen kann.
Lege möglichst lange Konsumpausen ein.
 
Beim Sniefen solltest du außerdem folgendes beachten:
Säubere nach dem Konsum stets die Nasenlöcher, am besten ist eine Spülung mit einer milden Kochsalzlösung. Der Gebrauch von Nasensprays sollte möglichst vermieden werden, da die Schleimhäute dadurch zusätzlich ausgetrocknet werden.
Zerkleinere die Droge zu einem möglichst feinen Pulver und das, auf einer trockenen, glatten Oberfläche. Je feiner die Droge ist, umso geringer ist das Risiko die Nasenschleimhäute zu schädigen.
Statt Geldscheinen o. ä., was durch viele Hände gegangen ist und mit viel Schmutz und eventuell Krankheitserregern behaftet ist, solltest du besser bei jedem Konsum ein neues und sauberes Stück Papier verwenden.
Stecke das Röhrchen hoch in die Nase hinauf und vermeide dabei möglichst, die Nasenschleimhäute zu verletzen.
Teile das Röhrchen nie mit anderen, da sich auch auf diesem Weg ein Infektionsrisiko für HIV und Hepatitis besteht.
 
Bei Notfällen: Giftnotruf: 0361 730 730 oder Notruf 112.
 
BtMG
Crystal (Methamphetamin) unterliegt dem BtMG, d.h. Erwerb, Handel und Herstellung sind in Deutschland verboten.
 
Schwangerschaft
Durch den Konsum von Crystal und anderen Amphetaminen/ Methamphetaminen in der Schwangerschaft erhöht sich das Risiko von Fehlbildungen beim Neugeborenen, wie z.B. Defekte des Zentralnervensystems, Herzfehler wie Herzrhythmusstörungen, Gefäßverengungen und Fehlbildungen im Bereich des Urogenitaltrakts (Nieren, Harnableitungen, Geschlechtsorgane). Die Reduzierung des Blutflusses im Mutterkuchen führt zu Entwicklungs- und Wachstumsstörungen des Föten, da eine Verminderung des Nähr- und Sauerstoffangebots vorliegt. Weiterhin besteht die Gefahr einer akuten und chronischen Leistungsschwäche der Plazenta. Allgemein stellt die Verminderung des uteroplazentaren Blutflusses und die Verengung der Blutgefäße durch Konsum von Crystal während der Schwangerschaft, ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind dar. Auftretender akuter Bluthochdruck bei der Schwangeren kann zu einer vorzeitigen Plazentalösung führen. Ebenso kann sich der Konsum während der Schwangerschaft in einem verhältnismäßig kleinem Kopfumfang des Kindes ausdrücken und sich im späteren Verlauf in einer Verhaltensstörung manifestieren. Ebenfalls gefährlich sind Fehlbildungen durch Gefäßverengungen, welche zu Hirnzysten und Hirnblutungen nach der Geburt führen können. In den ersten Entwicklungsetappen weisen die Neugeborenen eine ausgeprägte Zittrigkeit sowie verminderten Appetit auf. Sie reagieren auf Umgebungsreize sehr schreckhaft und ihre Feinmotorik sowie der Tag-Nacht-Rhythmus sind gestört. Zu den weiteren Folgen zählen Hyperaktivität und eingeschränkte psychosoziale Wahrnehmung in den ersten drei Jahren. Auf Grund dieser sehr wahrscheinlichen und schwerwiegenden Entwicklungsschäden und den Risiken für Mutter und Kind, welche lebensbedrohlich sind und zum Verlust des Kindes führen können, empfehlen wir den Konsum in der Schwangerschaft und der Stillzeit unbedingt zu unterlassen.
 
Laut § 29 ff Betäubungsmittelgesetz werden für Herstellung/ Anbau, Handel, Einfuhr/ Ausfuhr, Abgabe, Besitz u.ä. von Betäubungsmitteln Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen verhängt.
Deshalb möchten wir, das Drogerie-Team, hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, das die hier aufgeführten Darstellungen rein informativen Charakter besitzen.
Sie stellen keine Anleitung bzw. Aufforderung zum Konsum illegaler sowie legaler Drogen dar.

 
 
 
 
 
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