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Die folgenden Punkte sollen dir dabei helfen das Risiko, welches du beim Gebrauch von Drogen eingehst, zu minimieren. Sie stellen keine Aufforderung zum Drogenkonsum dar.
Bei Notfällen: Giftnotruf : 0361 730730 oder Notruf 112.
 
Bevor du Drogen nimmst, solltest du dir über deine derzeitige Gefühlslage klar werden. Wenn du schlecht drauf bist, sei es weil du Probleme hast, die dich derzeit belasten oder du einfach nur übermüdet und gestresst bist, können dir Drogen hier auch nicht helfen. Drogen sind keine Problemlöser. Sie können diese allenfalls verschleiern - doch am nächsten Tag sind sie immer noch da. Außerdem haben viele Drogen die Eigenart deine derzeitige Gefühlslage noch zu verstärken - sie können dich also noch mehr runterziehen.
Wenn du dich dann doch zum Konsum entschieden hast, solltest du darauf achten genügend Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Ein halber Liter (alkohol- und koffeinfrei) pro Stunde sollte dein Richtwert sein. Auch solltest du öfter Tanzpausen einlegen, um einer Überhitzung (kann lebensgefährlich sein) entgegen zu wirken.
Beim Konsum kommt es unweigerlich zur Schwächung deines Immunsystems. Auch dagegen kann man etwas machen: Schlaf dich nach der Party ordentlich aus, nimm mehr Vitamine und Mineralstoffe zu dir (möglichst auf natürliche Art- also keine Tabletten).
Du kannst anhand von Äußerlichkeiten, wie bspw. Farbe und Logo einer Pille, nicht feststellen, ob du wirklich die Substanz in deinen Händen hältst, die du erwartest. Menge und Inhaltsstoffe sowie gefährliche Beimischungen und Verunreinigungen kannst du ohne chemische Analyse nicht abschätzen.
Nimm deshalb immer nur eine geringe Menge der Substanz ein, um ihre Wirkung auf dich und deinen Körper abzutesten. Nur so kannst du einige negative Effekte, die vor allem bei hohen Dosen wahrscheinlich sind, reduzieren und dich vor Überdosierungen schützen.
Medikamente und psychoaktive Substanzen werden nach dem Körpergewicht dosiert. Leichte Personen brauchen weniger als schwere.
Solltest du einmal neue Drogen ausprobieren wollen, informiere dich vorher sorgfältig über die Substanz, ihre Wirkung und Nebenwirkung.
Die meisten psychoaktiven Substanzen können auf unterschiedliche Art und Weise zugeführt werden. Informiere dich daher gut und wähle die am wenigste gesundheitsschädliche Art des Konsums.
Vom Mischkonsum verschiedener Substanzen ist aufgrund unvorhersehbarer gesundheitlicher Folgen abzuraten. Besonderns gefährlich ist es Ketamin/ GHB/ Poppers/ Opiate mit Alkohol oder anderen Downern zu kombinieren. Bei diesen Kombinationen besteht die Gefahr von Atemdepressionen bzw. Atemstillstand.
Nach schlechten Erlebnissen solltest du versuchen, dich auf schöne Dinge einzulassen. Wenn du das Gefühl hast, allein nicht mehr klar zu kommen, dann wende dich an deine Freunde, an uns oder an eine Beratungsstelle in deiner Nähe.     
Zum Safer Use gehört auch Safer Sex: Vorbereitung ist alles, deshalb Kondome, wasserlösliche Gleitcreme (fetthaltige Gleitcreme lässt Kondome undicht werden) etc. immer schön griffbereit haben!
Solltest du einmal Muskelkrämpfe oder Verspannungen haben, können Elektrolytgetränke (isotonische Getränke) und Massagen helfen.
Pass auf, dass du nicht zu dicht an den Boxen stehst, bzw. benutze Ohrstöpsel. Dein Gehör ist sehr empfindlich. Es kann sich durch den Konsum von Drogen verändern, so dass dir die eigentliche Lautstärke nicht bewusst ist. Wenn du am nächsten Tag ein ständiges Summen oder Rauschen hörst, kannst du dir sicher sein, dass es wieder einmal zu laut war.
In vielen Clubs/ Konzerten ist die unzureichende Belüftung/ Frischluftzufuhr nicht gerade gesundheitsförderlich. Deshalb empfehlen wir dir ab und zu nach draußen zu gehen. In kalten Jahreszeiten solltest du aber darauf achten, deine Jacke mitzunehmen, da dein Warm – Kalt - Empfinden durch den Drogenkonsum betäubt ist und du dir schnell - begünstigt durch die Schwächung des Immunsystems - eine Erkältung holen kannst.
Nach jedem "Draufsein" kommt irgendwann die Realität "das Runterkommen". Einige von euch versuchen das Eintauchen in ihre Alltagswelt zu verzögern, indem sie "nachlegen". Die Folge kann Toleranzentwicklung (die gebrauchte Menge erhöht sich, um denselben Effekt zu erzielen) sein und ständig wachsende Konsumphasen können in die Stoffabhängigkeit führen.
Der Konsum von psychoaktiven Substanzen beeinträchtigt deine Reaktionsfähigkeit und demzufolge deine Fahrtauglichkeit. Du solltest deswegen unbedingt auf eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr verzichten!
Bei einigen Substanzen (z.B. PCP) besteht eine erhöhte Unfall- und Verletzungsgefahr. Deswegen besser nicht allein und nicht in gefährlicher Umgebung (Baustellen, Dächer) konsumieren.
Du solltest ab und zu Pause machen. Damit ist nicht die Woche zwischen zwei Events gemeint, sondern Zeiträume von einem Monat und mehr. Dein Körper kommt zur Ruhe und du gewinnst dein seelisches Gleichgewicht wieder.
Vielleicht hilft es dir, wenn du versuchst deinen Konsum zu hinterfragen: Wie lange nimmst du jetzt schon Drogen? Wie oft nimmst du was; einmal im Monat, einmal die Woche oder mehr??? Hast du dich oder dein Körper sich verändert? Wie viele deiner Freunde nehmen keine Drogen? 
 


 
 
 
 
 
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